Irismelanom

Was ist ein Irismelanom?
Ein Irismelanom ist ein pigmentierter Tumor, der sich in der Regenbogenhaut (Iris) entwickelt. Bei Hunden ist dies der häufigste im Auge auftretende Tumor.
Obwohl das Irismelanom bei Hunden nur selten Metastasen bildet, zerstört es mit fortschreitendem Wachstum allmählich den Augapfel. Der Tumor:
- behindert den normalen Abfluss des Kammerwassers
- verursacht eine innere Augenentzündung
- führt zu erhöhtem Augeninnendruck
- kann Schmerzen und Erblindung zur Folge haben
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem Irismelanom?
Wird der Tumor rechtzeitig diagnostiziert, besteht die Möglichkeit einer Laserbehandlung, die das weitere Wachstum des Melanoms stoppen kann.
Kann jedes Irismelanom lasertherapiert werden?
Leider nicht. Deshalb sind eine frühzeitige Diagnose und eine rasche Behandlung sehr wichtig.
Die Lasertherapie kann nicht angewendet werden, wenn:
- der Tumor mehr als 1/4 der Iris betrifft
- der Tumor sich auch im Kammerwinkel befindet
In diesen Fällen wird die Entfernung des Augapfels empfohlen.
Wie wird das Auge nach der Laserbehandlung aussehen?

Nach dem Eingriff:
- bleibt an der Stelle des Tumors ein brauner Fleck auf der Iris zurück.
- wächst der Tumor nicht mehr weiter, da der Laser die Tumorzellen zerstört hat.
- kann sich die Form der Pupille verändern.
Reicht eine einzige Laserbehandlung aus?
War der Tumor groß oder dick, kann ein weiterer Lasereingriff notwendig sein. Darüber wird im Rahmen der Kontrolluntersuchungen entschieden.
Irismelanom bei Katzen
Bei Katzen ist das Irismelanom in der Regel bösartig und bildet mit größerer Wahrscheinlichkeit Metastasen.
Es kommt selten vor, dass nur ein einzelner, kleinerer Bereich der Iris betroffen ist. In den meisten Fällen durchsetzt der Tumor diffus die gesamte Iris, weshalb die Entfernung des Augapfels empfohlen wird.
Kann das Irismelanom auch bei Katzen gelasert werden?
Nur in bestimmten Fällen. Eine Laserbehandlung wird ausschließlich bei fokalen, gut abgrenzbaren Veränderungen empfohlen.
Wichtig zu wissen ist, dass es derzeit noch keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, ob die Laserbehandlung das Risiko einer Metastasenbildung bei Katzen erhöht oder nicht.