Was ist ein Kirschauge?

Als Kirschauge wird umgangssprachlich der Nickhautdrüsenvorfall (Prolaps der Nickhautdrüse) bezeichnet.
2025. März 11.
Was ist ein Kirschauge?

Was ist die Nickhautdrüse?

Die Nickhautdrüse (Glandula membranae nictitantis) befindet sich an der Innenfläche des dritten Augenlids (Nickhaut) und produziert etwa 25 % des Tränenfilms.

Wann kommt es zum Vorfall?

Der Vorfall dieser Drüse tritt vor allem bei jungen Hunden auf und ist auf eine Bindegewebsschwäche zurückzuführen. Dabei erscheint im inneren Augenwinkel eine rötliche Vorwölbung. Die Veränderung wird umgangssprachlich auch als „Kirschauge" bezeichnet.

Warum verschwindet er nicht von selbst?

Die vorgefallene Drüse wird ödematös, sodass sie häufig nicht mehr selbstständig in ihre ursprüngliche Position zurückkehren kann.

Welche Probleme verursacht das Kirschauge?

Durch den Vorfall wird die Blutversorgung der Drüse beeinträchtigt, wodurch mit der Zeit auch das Drüsengewebe selbst geschädigt wird. Langfristig kann dies zum Absterben des Drüsengewebes (Nekrose) und in der Folge zur Keratoconjunctivitis sicca (trockenes Auge) führen. Bei bestimmten Rassen, z. B. der Englischen Bulldogge, tritt der Drüsenvorfall aufgrund des lockeren Bindegewebes häufiger auf.

Was kann man tun?

Die Drüse muss in jedem Fall in ihre ursprüngliche Position zurückverlagert werden. Eine Entfernung stellt einen Kunstfehler dar und führt zur Keratoconjunctivitis sicca (trockenes Auge).

Was ist eine Linsenluxation?
2025. Mär 11

Was ist eine Linsenluxation?

Die Linsenluxation ist eine krankhafte Verlagerung der Augenlinse im Auge des Hundes. Sie ist meist genetisch bedingt und tritt vor allem bei Terrierrassen auf. Die Erkrankung kann mit plötzlich auftretenden Schmerzen, Tränenfluss und Sehverschlechterung einhergehen. Die Behandlung ist dringend und erfordert häufig einen chirurgischen Eingriff. Bei rechtzeitiger Diagnose kann das Sehvermögen teilweise oder vollständig gerettet werden.
Wie läuft eine Augenuntersuchung bei Tieren ab?
2025. Mär 11

Wie läuft eine Augenuntersuchung bei Tieren ab?

Die Augenuntersuchung ist in der Regel ein schmerzfreies, gründliches Verfahren, bei dem der Tierarzt die Augen Ihres Haustieres von außen und innen untersucht. Für eine genaue Diagnose setzen wir spezielle Tests ein (z. B. Messung der Tränenproduktion und des Augeninnendrucks). Die häufigsten Augenprobleme sind Ausfluss, Blinzeln bzw. Zusammenkneifen der Augen, gerötete Augen oder nachlassendes Sehvermögen. Hunde, Katzen und andere Kleintiere können untersucht werden. Wenn Ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt, wenden Sie sich gerne an uns!