Hornhautdystrophie

Hornhaut Dystrophie
Hornhautdystrophie

Was ist eine Dystrophie?
Das Wort „Dystrophie" stammt aus dem Griechischen:

  • „troph" = Ernährung
  • „dys" = unzureichend, fehlerhaft

Eine Dystrophie ist ein Zustand, bei dem Symptome aufgrund einer unzureichenden Ernährung entstehen. In der Augenheilkunde wird dieser Begriff in der Regel für degenerative Erkrankungen verwendet, insbesondere in Fällen, in denen das Problem angeboren ist (kongenitale Erkrankungen).

Was ist eine Hornhautdystrophie?
Die Hornhautdystrophie ist eine beidseitige, meist vererbte oder idiopathische (Ursache unbekannt) Veränderung, die nicht als Folge einer anderen Augen- oder Systemerkrankung entsteht.
Vermutlich wird sie durch eine die Hornhaut betreffende Stoffwechselstörung verursacht, in deren Folge sich Lipide (hauptsächlich Cholesterinkristalle) in der Hornhaut ablagern.

Welche Symptome verursacht die Hornhautdystrophie?
Das häufigste Symptom der Hornhautdystrophie ist eine Trübung der Hornhaut. Das bedeutet, dass am Auge des Hundes gräuliche, mitunter glitzernde Flecken auftreten.

Wann entwickelt sie sich?
Die Symptome treten typischerweise im Alter von 1-2 Jahren auf. Die Ablagerung beginnt in der Regel in der Mitte der Hornhaut und ist rund oder oval geformt.

Wie kann ich meinen Hund behandeln?
Leider ist die Hornhautdystrophie nicht behandelbar. Zudem können lokal angewendete entzündungshemmende Augentropfen (Steroide oder nichtsteroidale Entzündungshemmer) die Situation verschlimmern, da sie das Wachstum der Trübung verstärken können.

Mögliche Behandlungsansätze:

  • Fettarme Diät – kann in manchen Fällen die weitere Lipidablagerung in der Hornhaut verringern.
  • Chirurgischer Eingriff (Keratektomie) – nicht empfohlen, da sich die Ablagerung nach der Operation in der Regel erneut bildet.

Ist es ratsam, mit einem solchen Hund zu züchten?
Die Hornhautdystrophie tritt bei bestimmten Rassen häufiger auf:

  • Cavalier King Charles Spaniel
  • Airedale Terrier
  • Beagle
  • Schottischer Schäferhund (Collie)

Der genaue Vererbungsmechanismus ist derzeit nur beim Sibirischen Husky bekannt. Da jedoch angenommen wird, dass sie auch bei anderen Rassen vererbt wird, wird von der Zucht mit betroffenen Tieren abgeraten.